Ausruhen kommt spater...

Samstag, 22.10.2016

Mittwoch, 28.9.2016

Mittwoch, 8.6.2016

Montag, 8.2.2016

Windräder: Lobby-Interessen stärker als Schutz der Grundrechte?

Die deutschen Rechtswissenschaftler Michael Elicker und Andreas Langenbahn sind der Ansicht, dass mit Windanlagen eine große gesundheitliche Gefährdung einhergehe. Deutschland habe hier grundrechtlich verankerte Schutzpflicht für die körperliche Unversehrtheit jedes Einzelnen. Doch dieser komme der Staat nicht nach.

Freitag, 15.1.2016

Montag, 11.1.2016

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Vom Netz getrennt, zurück in die industrielle Steinzeit? - Presseinformation Vernunftkraft Hessen e.V.
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Freitag, 8.1.2016

Donnerstag, 19.11.2015

Am 11. November fand der 2. hessische Energiegipfel statt

Gemeinsame Stellungnahme des Landesverbandes der windkraftkritischen Bürgerinitiativen VER­NUNFT­KRAFT HESSEN e.V., dem Regionalverband Taunus – Windkraft mit Vernunft und dem Dachverband Gegenwind MKK/Naturpark Spessart.

Im Gegensatz zur Aussage des Energie-Ministers Al-Wazir steht unseres Erachtens die Energiewende in Hessen kurz vor dem Aus. Die verantwortlichen Politiker sind nicht bereit, sich den Fakten, den realen Windstrom-Zahlen und den gemachten Erfahrungen mit dem Ausbau der Windkraft in Hessen zu stellen und die notwendigen Konsequenzen zu ziehen.

Wie sich seit dem 1. Energiegipfel 2011 gezeigt hat, besteht zwischen Nennleistung und Realleistung eine gigantische Kluft. Die realen Erträge aus Windstrom liegen im Binnenland rund 20% unter den Prognosen, stellte die Windkraftbranche selbst fest. Zwei Drittel der Zeit sind die Windkraftanlagen mit maximal 15% ihrer möglichen Leistung ausgelastet. Im Jahr 2014 zum Beispiel wurden nur an 26 Tagen mehr als 45% der Nenn­leis­­tung erreicht. Die Folge sind ansteigende Leistungsspitzen, für die es keine Verbraucher gibt. Das ist eine vernichtende Bilanz. Die Fakten lehren, dass die Gesamtzahl der in Deutschland installierten Windkraftanlagen nicht einmal ausreicht, um ein Land wie Hessen sicher mit Strom zu versorgen.

Das Ziel der Landesre­gierung, eine 100% gesicherte Stromversorgung aus erneuer­baren Energiequellen bis 2050 zu realisieren, ist daher unrealistisch. Es handelt sich um eine idealistische Vorstellung, die vor allem die Natur vernichtet und den Menschen schadet. Die für die geplante Wind-Strommenge von 28 Millionen Megawattstunden im Jahr benötigte Fläche wurde von den Sachverständigen der Landesregierung mit 2% der Landesfläche berechnet. Bei unserer Landesgröße von etwa 21.000 km² liegt die rechnerisch ermittelte Windvorrang-Potenzialfläche bei 420 km². Diese Flächen liegen überwiegend in den Kammlagen der hessischen Mittelgebirge und betreffen primär die hessischen Wälder mit  ihren Vogel-, Naturschutz-, FFH- und Naherholungsgebieten. Das war zum Zeitpunkt des 1. Energiegipfels 2011 nicht klar und muss daher neu überdacht werden. Hierfür fordern wir ein Moratorium.

Im Vorfeld des Energiegipfels waren hessische Bürgerinitiativen am 2. Oktober zu Gast bei Minister Al-Wazir im Hessischen Wirtschaftsministerium in Wiesbaden. Leider wurden die mit uns gemachten Absprachen von Seiten des Ministeriums nicht eingehalten. Die angeblich eingeladene Presse wurde vom Ministerium nicht eingeladen. Die Jour­na­listen, die der Einladung des Landesverbands gefolgt sind, wurden zur Veranstaltung nicht zugelassen. Auch die zugesagte Video-Aufzeichnung fand nicht statt.

Der Minister blieb viele Antworten schuldig. Auf die vorgetragene Faktenlage der Referenten ging er nicht ein. Seine Aussagen hingegen war, dass es zukünftig überhaupt keine Grundlast mehr gäbe, so dass die aufgezeigte Versorgungslücke gar nicht existiere. Als Beispiele für die Flexibilität unserer Gesellschaft erklärte der Minister, dass wir bei Windaufkommen unsere Kühlhäuser und privaten Gefrierschränke auf -26 Grad herunter kühlen könnten. Dann hätten die Bürger bei Flaute einen Puffer bis zu den üblichen -18 Grad. Auf das ungelöste Problem der fehlenden Speichertechnik, ohne die jede weitere Windkraftan­lage das Stromnetz-Problem bei hohem Windaufkommen verschärft, parierte  Al-Wazir mit seinem Glauben an die Fortentwicklung der Technik. Er hoffe auf Lösungen und im Übri­gen habe man gerade mit wenig Aufwand die Staumauer vom Edersee erhöht und somit die Kapazität des Wasserkraft-Speichers, so der Minister. Hier ist die Rede von zwei Megawatt, also einem Tropfen auf dem heißen Stein. Auch das von Herrn Al Wazir angeführte Pilotprojekt zur Speicherung des EE-Stroms ist keine Option, da diese Methode der Umwandlung von Strom-zu-Gas-zu-Strom mindestens 70 Pro­zent des eingespeisten Stroms vernichtet und den Strompreis je Kilowattstunde auf über 1 € hochtreiben würde, wie die Universität Heidelberg in einer Studie erst kürzlich feststellte.

Auf dem Energiegipfel erklärte Dr. – Ing. Detlef Ahlborn, der als Vertreter von VERNUNFTKRAFT am Energiegipfel teilnahm, dass  die in Hessen bis heute erzielten Kohlendioxid-Einsparungen sich nach Bruchteilen von Promille der deutschen Emissionen bemessen. Selbst eine Verdoppelung der Anstrengungen sei im Resultat völlig wirkungslos. Da keine Speichertechnologie verfügbar sei und auch absehbar ist, dass entsprechende Technologien erst in Jahrzehnten verfügbar sein werden, müssen schon heute 25% des Solar- und Windstroms im Gegenwert von 5 Milliarden € zu Dumpingpreisen ins Ausland abgeleitet werden. „Das ist Energiemüll, den wir entsorgen müssen“ erklärte Ahlborn. „Und obwohl wir das heute schon wissen, erhöhen wir die Produktionskapazitäten und verschärfen damit alle bekannten Probleme.“ Aus diesem Grund forderte VERNUNFTKRAFT auf dem Energiegipfel, die gesamte Planung für das Land Hessen von einer Kommission von unabhängigen Fachleuten untersuchen zu lassen.

Ministerpräsident  Volker Bouffier, weichte seine einstigen Beschlüsse zur hundertprozent­igen Versorgung von Hessen bis zum Jahre 2050 hingegen auf, in dem er  erklärte, der Ausbau der Windkraft in Hessen sei zunächst mal für die nächsten drei Jahre beschlossen. „Bis zum Jahr 2050 ist eine lange Zeit und wenn es eines Kurswechsels bedarf und wenn wir dazu lernen sollten, können wir diesen Kurs jederzeit ändern.“ so Bouffier. 

Die unterzeichnenden Organisationen fordern den Ministerpräsidenten auf, die Energiewende zur Chefsache zu machen und sich der Verantwortung für die Menschen im  Land Hessen zu stellen.


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Stellungnahme der Bürgerinitiative Königsberger Gegenwind zur Beschlussvorlage Ausbau der Windenergienutzung in Biebertal vom 7.8.2014
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Donnerstag, 15.10.2015

Aus Spiegel-online:

...seit diesem Donnerstag offiziell: Die EEG-Umlage steigt auf ein neues Rekordhoch von 6,35 Cent pro Kilowattstunde im Jahr     2016. Im laufenden Jahr waren es noch 6,17 Cent.

 ...75 Terrawattstunden, gingen 2014 ins Ausland. Im selben Jahr wurden 39 Terrawattstunden nach Deutschland importiert. Das entspricht rund sieben Prozent des deutschen Stromverbrauchs.

 ...demnach hat Deutschland die meiste Energie von den atomaffinen Franzosen bezogen, von Juli 2014 bis Juni 2015 waren es zwölf Terrawattstunden.

Mittwoch, 14.10.2015

Dialog Landesverband Vernunftkraft.Hessen / BI - Vertreter mit Herrn Minister Al-Wazir in Wiesbaden am 2.10.2015

Wirklichkeit unerwünscht

Am 2. Oktober 2015 folgten die Vertreter von über 60 Bürgerinitiativen Hessens, die sich gegen den politisch massiv forcierten Ausbau der Windkraft und für die Interessen von Mensch und Natur einsetzen, der Einladung des zuständigen hessischen Ministers: Herr Tarek Al-Wazir hatte den Landesverband VERNUNFTKRAFT. Hessen und die darin organisierten Initiativen zum Dialog gebeten.

Im Lichte der bisherigen Erfahrungen gaben sich die Vernunftbürger dabei nicht der Illusion hin, dass man Herrn Al-Wazir zu einem rationaleren Umgang mit dem Thema Windkraftausbau bewegen und bei ihm Verständnis für die seinen Plänen innewohnende technische Unsinnigkeit sowie die fatalen Auswirkungen auf Natur und Lebensqualität würde fördern können.

Zu den offerierten Konditionen nahm man das Gesprächsangebot dennoch gerne an – schließlich hatte das Ministerium die Einladung von Medienvertretern zugesichert! Die in Aussicht gestellte Gelegenheit, fundamentale Argumente gegen die Regierungspläne sowie Art und Ausmaß des Dissens‘ zwischen Bürgern und Politik einer größeren Öffentlichkeit bekannt zu machen, schien den Aufwand zu lohnen.

Somit nahmen rund 60 Vernunftbürger – einige davon auch aus benachbarten Bundesländern – den Weg in die Al-Wazir-Behörde auf sich. Die Erwartung, Dr.-Ing. Detlef Ahlborn nach einem 15-minütigen Impulsvortrag im offenen Diskurs mit Herrn Al-Wazir erleben zu können, motivierte manche lange Anreise. 

Leider mussten an jenem Freitagnachmittag alle im Wiesbadener Wirtschaftsministerium anwesenden Verfechter einer vernünftigen Energiepolitik bittere Erfahrungen machen:

Minister Al-Wazir zeigte sich von den ihm präsentierten Fakten, Zahlen und Zusammenhängen nicht im Geringsten beeindruckt.

Das (absprachewidrig geänderte) Format der Veranstaltung

– in Ergänzung zu den Vernunftbürgern hatte man eine ganze Reihe von Profiteuren des Windkraftausbaus eingeladen, denen ausgiebig das Wort erteilt und deren bestellten Fragen sehr viel Zeit und Aufmerksamkeit zuteil wurde – 

ermöglichte es dem Gastgeber, sich hinter „wolkigen Allgemeinplätzen“ zu verstecken.

Mit sinnfreien, von Claqueren bejubelten Fragen wie

  • wo soll der Strom denn in 100 Jahren herkommen?“

und hanebüchenen Aussagen wie

  • wir brauchen keine Grundlast mehr“ 
  • „wir exportieren mehr Strom als je zuvor, das ist ein echter Erfolg – von Gefährdung der Versorgungssicherheit kann keine Rede sein“ oder
  • „wenn wir Speicher brauchen, werden wir welche haben“

dokumentierte der Minister einerseits seine erschreckende und bestürzende Unkenntnis der Zusammenhänge, andererseits aber auch seine beeindruckende Fähigkeit zur ruckelfreien 1:1-Wiedergabe falscher, manipulativer Thesen und Sprechblasen, die ihm nahestehende Vereinigungen,  wie der Bundesverband Windenergie und AGORA,  unter das Volk tragen.

Stilistisch von seinen Parteifreunden aus der Böllstiftung und deren Gästen durch nichts zu unterscheiden, gab Herr Al-Wazir immer wieder Glaubensbekenntnisse ab. Die Hoheit über die Diskussionsführung erlaubte es ihm, zahlen- und faktenbasierten Argumenten mit der Floskel „Ich glaube daran, dass…“ auszuweichen. Geneigte Leser unserer Seiten mögen einer detaillierten Aufarbeitung der Aussagen des Ministers erwartungsfroh entgegensehen. 

Jedenfalls wurde sehr schnell klar:

Von der Wirklichkeit wollte dieser Mann an diesem Tag nichts wissen. Leider erheblich weniger schnell, nämlich erst am Ende der Veranstaltung, wurde klar, dass er und seine Ministerialbeamten auch von im Vorfeld getroffenen Absprachen nichts wissen wollten:

Die Pressekonferenz, die für VERNUNFTKRAFT. das Hauptmotiv zur Teilnahme gewesen war, fand – mangels eingeladener Medienvertreter – nicht statt. Nicht nur die Wind-Wirklichkeit, sondern auch die potentiell an dieser interessierte Medienöffentlichkeit hatte in der Al-Wazir-Behörde Hausverbot. Offenbar diente dem Ministerium diese Veranstaltung als „Feigenblatt“, um eine Dialogbereitschaft vorzutäuschen und die Befassung mit Kritikern der Windkraftpolitik als „abgehakt“ darstellen zu können. 

VERNUNFTKRAFT. empfindet die Veranstaltung als Farce und als einen Affront gegenüber allen Teilnehmern, die die Anwesenheit nicht auf ihrem ministerialen Gleitzeitkonto gutgeschrieben bekommen, sondern – unter teilweise erheblicher Aufwendung von Freizeit – mit ernsten Anliegen und in aufrichtiger Absicht nach Wiesbaden gekommen waren.

Samstag, 3.10.2015

Dienstag, 29.9.2015

Gießener Anzeiger  /  Wettenberg-Biebertal

Dienstag, 15.9.2015

Samstag, 8.8.2015

PTB erbringt wissenschaftlichen Nachweis der Gesundheitsgefährdung durch Infraschall

 

Endlich erbringt ein deutsches Bundesamt, das Physikalisch - Technische Bundesanstalt (PTB), den wissenschaftlichen Nachweis, dass Windkraftanlagen direkt das menschliche Gehirn erregen und damit die Gesundheit der Menschen gefährden können. Dazu forschten Akustiker, Experten im Bereich Biomagnetismus und funktionale Kernspintomografie (MRT) im europäischen Rahmen drei Jahre lang.

In der Pressemitteilung dieses Amtes vom 10.07.2015 heißt es, dass „der Mensch tiefere Töne hört, als bislang angenommen, nämlich schon ab 8 Hertz; das ist immerhin eine ganze Oktave tiefer als der tiefste Ton des bisher angenommenen unteren Hörfrequenzbereiches. Denn es konnte bis zu dieser Frequenz eine Erregung des primären auditiven Cortex nachgewiesen werden. Alle Betreffenden gaben dabei ausdrücklich an, etwas gehört zu haben, wobei nicht immer eine tonale Wahrnehmung vorlag. Außerdem wurde beobachtet, dass Gehirnregionen ansprechen, die bei Emotionen eine Rolle spielen. „Das heißt, der Mensch nimmt dann eher diffus wahr, dass da irgendwas ist und dass das auch eine Gefahr bedeuten könnte“, sagt Christian Koch.“

Hier erklärt sich, warum viele Betroffene in den Funktionen des Hörorgans durch Schindel und Unwohlsein bzw. eingeschränkter Hörfähigkeit bis hin zum Tinnitus eingeschränkt sind oder mit Depressionen, Angstgefühlen oder Bluthochdruck und Herzklopfen reagieren. Der Körper nimmt eine Gefahrensituation wahr, der er entfliehen möchte. Dabei ist dann auch nicht mehr an Schlaf zu denken.

In der Pressemitteilung des PTB wird klar, dass viele Fragen noch offen sind. „Im Grunde stehen wir erst am Anfang. Weitere Forschung ist dringend notwendig“, betont Koch. Der Antrag für ein Folgeprojekt läuft bereits. Darin wollen die Forscher gezielt jene Menschen untersuchen, die sich von „unhörbarem“ Schall belästigt fühlen. Schließlich geht es längst nicht jedem so; manchen lässt ein Windrad neben seinem Haus völlig kalt. Und dann müssen ja auch noch die Effekte berücksichtigt werden, dass manche Menschen bereits aus Angst vor einer objektiv gar nicht vorhandenen Gefahr krank werden. Daher sollten möglichst auch Psychologen mit ins Team.“

Auch die 118. Bundesärztekammer forderte im Mai 2015, Windkraftanlagen nicht bedenkenlos in Wohnortnähe zu installieren: „Der 118. Deutsche Ärztetag 2015 fordert daher die Bundesregierung auf, die Wissenslücken zu den gesundheitlichen Auswirkungen von Infraschall und tieffrequentem Schall von Windenergieanlagen (WEA) durch wissenschaftliche Forschung zu schließen sowie offene Fragen im Bereich der Messmethoden zu klären und gegebenenfalls Regelwerke anzupassen, damit der Ausbau und der Betrieb von WEA mit Bedacht, Sorgfalt, ganzheitlicher Expertise, Nachhaltigkeit und gesamtgesellschaftlicher Verantwortung erfolgen kann.“

Das PTB bemängelt die fehlenden europaweit einheitlichen und bindeneden Schutzbestimmungen für die Menschen und hofft auf Nachbesserung:

„Die Ergebnisse des internationalen Forschungsprojektes könnten dazu führen, dass endlich europaweit einheitliche – und bindende – Schutzbestimmungen für diese Grenzbereiche des Hörens eingeführt werden. Die fehlen nämlich bisher.“

Wir hoffen, dass nun endlich die politisch Verantwortlichen auf Landes- und Bundesebene den rasanten Ausbau der Windkraft in Wohnortnähe stoppen und die Forschungsergebnisse abwarten.   Von den Akteuren der Windenergie (Planer, Grundstückseigentümer) erwarten wir bis dahin die Übernahme von Verantwortung für die Menschen vor Ort. Die Wahrung der Gesundheit der Menschen muss vor ideologischen und monetären Interessen Vorrang haben.

 

Quellen:

Pressemitteilung Physikalisch Technisches Bundesamt, 10. Juli 2015

http://www.ptb.de/cms/presseaktuelles/journalisten/presseinformationen/presseinfo-artikel.html?tx_news_pi1[news]=5963&tx_news_pi1[controller]=News&tx_news_pi1[action]=detail&tx_news_pi1[day]=10&tx_news_pi1[month]=7&tx_news_pi1[year]=2015&cHash=0f540c616e6aa47c5eed27c71f9aeb59

 

118. Bundesärztekammer am 20. Mai 2015

http://www.bundesaerztekammer.de/fileadmin/user_upload/downloads/pdf-Ordner/118._DAET/118DAETBeschlussprotokoll20150515.pdf

S. 355 – 357

 

Machbarkeitsstudie des Bundesumweltamtes zu Wirkungen von Infraschall, Juni 2014

http://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/378/publikationen/texte_40_2014_machbarkeitsstudie_zu_wirkungen_von_infraschall.pdf

 

Freitag, 7.8.2015

Freitag, 7.8.2015

Teilregionalplan-Energie Mittelhessen - Ein Dorn im Auge der Windkraftlobby

Der hessische Landesvorsitzende des Bundesverbandes Windenergie (BWE), der Lobbyorganisation der Windkraftanlagenhersteller, sieht durch den neuen Teilregionalplan-Energie für Mittelhessen, die Energiewendeziele der Hessischen Landesregierung in Gefahr und fordert daher eine Neuaufstellung des TRPE- Mittelhessen.

Er begründet dies vor allem mit dem großräumigen Ausschluss von Vorranggebieten (VRG) für die Windkraftnutzung in den Vogelschutzgebieten des Vogelsberges und des Westerwaldes. Gerade in den Kammlagen dieser Mittelgebirge, in denen sich diese Schutzgebiete primär befinden, sei ein ertragreicher Betrieb von Windkraftanlagen möglich. Und hohe Erträge wiederum seien die Grundlage um das 28 Terawatt Energiegipfelziel der Landesregierung zu erreichen.

Schuld an dem Ausschluss der Schutzgebiete sei ein qualitativ mangelhaftes Vogelschutzgutachten weshalb man von Seiten des BWE Verbesserungsvorschläge zur Beseitigung der Mängel gemacht habe.

Diese hätten der Regionalversammlung als Begründungshilfen für die Ausweisung von neuen VRG

vorgelegen, seien aus nicht nachvollziehbaren Gründen jedoch nicht genutzt worden. Statt sich die BWE- Vorschläge zu eigen zu machen, wodurch weit mehr als 2% der Regionsflächen als VRG für Windenergie hätten ausgewiesen werden können, sei man nun unter 1% gelandet.

Dem Artenschutz sei hierdurch ein Bärendienst erwiesen worden und gleichzeitig habe man die Energiewende hiermit ausgebremst.  

Die Logik hinter den Ausführungen des BWE ist simpel! Investoren für Windkraftwerke finden sich nur noch dort, wo Renditeversprechungen einigermaßen glaubhaft erscheinen. Diese Renditen hängen am einzigen Produktionsfaktor dieser Technik, dem Wind.

Kein Wind – keine Renditeerwartung. Keine Renditeerwartung- keine Investoren. Keine Investoren - kein Geschäft mit Windkraftanlagen für die Windkraftanlagenbauer.

Dass Renditen für hessische „Windpark-Standorte“, die Ausnahme darstellen, zeigen die jüngsten Auswertungen der von den Netzbetreibern veröffentlichten Stromeinspeisungen für das Jahr 2014.

Die Erträge liegen ausnahmslos weit unterhalb der für den wirtschaftlichen Betrieb angenommenen Prognosewerte. Teilweise werden die Prognosen um 30 bis 50 Prozent unterschritten.

Eine tiefer gehende Bewertung der Einpeisedaten macht deutlich, dass an vielen Standorten die Windgeschwindigkeiten unterhalb der für eine Genehmigung erforderlichen Norm von 5,75 Metern pro Sekunde liegen. Daher ist davon auszugehen, dass die Windgutachten entweder während der windstarken Wintermonate erstellt wurden und damit wohl eher unseriös sind oder ohnehin aus Gefälligkeit erstellt wurden.

Wie die Studie des BWE- Anlegerbeirates eindrücklich bestätigt, sind fehlerhafte Prognosen und Windgutachten in der gesamten Branche die Regel. Die Gründe für die fehlerhaften Begutachtungen liegen deutlich in der planwirtschaftlichen Konstruktion des EEG, das mit seiner über 20 Jahre festgelegten Einspeisevergütung den parasitären Subventionsjägern ein breites Einfallstor bietet.      

Daraus ist ein windiger Wirtschaftszweig, mit windigen Argumenten und windigen Marktteilnehmern entstanden.

Dass sich die Landesregierung, der Faktenlage zuwider, immer noch am Ziel einer Stromversorgung aus 100% „Erneuerbaren“  bis 2050 klammert und dabei der Windenergie einen Anteil von mehr als 70% zuweist, ist aufgrund der vorliegenden Erkenntnisse nicht nachvollziehbar.

Weder sind erwiesenermaßen die hessische Windverhältnisse geeignet, die geplante und benötigte Strommenge von 28.0 Terawattstunden (TWh) unter vertretbarem Aufwand zu erzeugen, noch kann dieser Windstrom bedarfsgerecht bereitgestellt werden.

Längst sollte man daher im Wiesbadener Schloss wissen, dass auch 2050 noch 4.0 Gigawatt (GW) dauerhaft über konventionelle Kraftwerktechnik inklusive Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) zur Sicherung der Grundlast vorgehalten und bereitgestellt werden müssen was die Absurdität der 100 Prozent These deutlich macht.

Aber die Phantasie ist ja bekanntlich die Mutter aller Märchen und so stellt man sich in der Wiesbadener Staatskanzlei und im Grünen Wirtschaftsministerium einfach vor, man habe zur gegebenen Zeit Stromspeicher zur Verfügung um den bei Orkanen anfallenden „Überstrom“  darin für den Bedarfsfall zu konservieren.

Dabei sind diese Speicher mehr Fiktion denn Realität. Über die Kosten dieser Speicherung, sollte sie denn irgendwann funktionieren, schweigt sich Politik und Windkraftbranche aus.

Diejenigen die sich mit der Erforschung dieser Speichertechnik beschäftigen, sehen die Kosten im Bereich von 1,- Euro/kWh. Damit wird Strom zum Luxusgut und der Industriestandort Deutschland steuert in die Deindustrialisierung.

Daher werden 2050 neben einem deindustrialisierten Land, eine zerstörte Umwelt und hunderte Industriebrachen in den Wäldern zurückbleiben und davon Zeugnis geben, wohin eine ideologiegetriebene Politik zwischen 2011 und 2018 geführt hat.

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Mustervorlage für massenweise notwendige Einsprüche gegen die 16 zusätzlich geplanten WKA in Biebertal und Umgebung.
Bitte unbedingt direkt nach dem 2.Offenlegungstermin umgehend versenden. Alle Infos finden sich im Word-Dokument! Der hinterlegte Musterbrief lässt sich direkt bearbeiten und personalisieren.
Mustervorlage-Einspruch RP.doc
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Donnerstag, 6.08.2015

Pressemitteilung / Windenergie:

Bürgerinitiativen bereiten Verfassungseschwerde beim Bundesverwaltungsgericht vor

Weiteren Ausbau zum Schutz der menschlichen Gesundheit durch Eilantrag stoppen

Am 28.6.2015 fand in Weilmünster in Hessen  ein Kongress  mit rund 40 Vorständen von Bürgerinitiativen, Sachverständigen, Rechtsanwälten und Ärzten statt, um eine Verfassungsbeschwerde gegen den unkontrollierten weiteren Ausbau der Windenergie in Deutschland vorzubereiten.  Die Teilnehmer kamen aus dem gesamten Bundesgebiet, von Schleswig-Holstein bis Bayern zusammen, um eine Verfassungsbeschwerde wegen des Verstoßes gegen den Grundgesetzartikel § 2, Abs. 20, Schutz der menschlichen Gesundheit, auf den Weg zu bringen.

Infraschall ausgehend von Windkraftanlagen macht  10 – 20% der anwohnenden Bevölkerung physisch krank. Abgesehen von der Gefährdung der Bevölkerung, werden die daraus resultierenden Kosten für das Gesundheitswesen enorm sein, wenn der Ausbau in diesem unverantwortlichem Maße so weiter betrieben wird, fasst der Facharzt Dr. Tim Stiller die Lage vor dem Plenum zusammen.

Nach Fachbeiträgen zur medizinischen und rechtlichen Lage, der vorbereitenden Arbeit in Fach­gruppen und der Aufbereitung im  Plenum,  wurde die  Entscheidung pro Verfassungs­beschwerde getroffen. Die Kosten hierfür werden aus den dafür gesammelten Spenden finanziert. Da fast alle BIs  in Deutschland die Erfahrung machen, dass Kommunalpolitiker die Bedenken der Bürger, aber auch von vortragenden Sachverständigen nicht ernst nehmen, ist dieses der notwendige Schritt, um auf Bundesebene die Bevölkerung  vor  Gesundheitsgefahren zu schützen. Hauptinitiator  ist der Regionalverband Taunus „Windkraft mit Vernunft“ .